Er kann es nicht lassen! Der ehemalige Polizeihauptkommissar Henning Leander, der seinen vorzeitigen Ruhestand auf Föhr genießen möchte, muss einfach eingreifen: Die Frau seines Freundes droht Opfer eines Lynchmobs zu werden. Die Heilerin wird als Hexe verschrien. Denn ein junger Mann, der wegen seiner Herzerkrankung Hilfe bei der Heilerin gesucht hat, ist überraschend gestorben. Aber wer ist für seinen Tod verantwortlich? Dass der Tote im Museum Altföhringer Bauernhaus während einer Führung aufgefunden wird, wirft viele Fragen auf. Leander geht ihnen nach und gerät immer mehr in das Spannungsfeld von etablierter Medizin und alternativen Heilmethoden. Er bleibt von der Unschuld der Heilerin überzeugt. Kann er die wahren Verantwortlichen stellen und so aufgebrachte Insulaner aufhalten, die die „Hexe“ brennen sehen wollen?
Angesichts der neuen Bedrohung der Demokratie durch Rassismus und Fremdenfeindlichkeit erinnert der Schauspieler Matthias Brandt an den Mut der Widerstandskämpfer und -kämpferinnen gegen das NS-Regime, zu denen auch seine Eltern gehörten.
Matthias Brandt hielt 2025 eine denkwürdige Rede zur Erinnerung an die Widerstandskämpfer des 20. Juli 1944 in der Gedenkstätte Berlin-Plötzensee – dem Ort, an dem viele der Beteiligten an dem Attentat gegen Adolf Hitler hingerichtet wurden.
Als Sohn des Emigranten und späteren Bundeskanzlers Willy Brandt und seiner Frau Rut nahm Matthias Brandt die Rede zum Anlass, aus heutiger Sicht über den Mut und die Motive der Verschwörer des 20. Juli und vieler anderer Widerstandskämpfer:innen, zu denen auch die eigenen Eltern gehört hatten, nachzudenken und auch sich selbst über notwendige Konsequenzen aus der Geschichte zu befragen.
Den Ausschlag, sich mit diesem, auf seiner Rede basierenden Buch politisch zu äußern, gaben für Matthias Brandt die bedrohliche Wiederkehr des Rechtsextremismus und die Wahlerfolge der AfD.
Ich bin endlich alt genug. Alt genug für bequeme Unterwäsche und für unbequeme Wahrheiten. Ich lache nicht mehr über jeden blöden Witz. Ich weiß, wohin ich nicht gehöre, und bin so frei wie nie. Frei, zu bleiben. Frei, zu gehen. Manchmal wünsche ich mir, ich wäre schon früher so alt und so mutig gewesen wie jetzt.
Aber es hilft ja nichts. Reifen kann man nur mit der Zeit. Auch für dieses Buch musste ich erst alt genug werden: Ich habe mich in innere und äußere Ausnahmezustände begeben, habe eine Menge Mut aufgebracht, bin immer wieder gescheitert, habe mich als Topmodel beworben, mich vom Grab meiner Eltern verabschiedet und bin nachts in New York mir selbst begegnet.
In diesem Buch feiere ich die Kraft der Lebensmitte, das Wunder des Mittagsschläfchens und das kostbare Gefühl, dass wir mit all unseren Ängsten, Ideen, Zweifeln, den schmerzhaften Abschieden und der wuchtigen Gleichzeitigkeit von Licht und Schatten nicht alleine sind.
Alt genug ist ein Buch voller Erkenntnisse und Bekenntnisse. Es ist eine tapfere und ehrliche Begleitung für alle, die jenseits der Lebensmitte unterwegs und noch lange nicht angekommen sind. Quelle: Ildikó von Kürthy | Willkommen
Medizinstudentin Luisa Menkhoff kennt die verschwundene Frau auf dem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt.
Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade im Begriff ist, eine neue Cold-Case-Einheit aufzubauen, die alte Fälle mit modernen Mitteln aufklären soll.
Als Luisa ihm die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist Ramin verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer – Dr. Joachim Lichner – jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat.
Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennen sie und Ramin, dass sie etwas Entscheidendes übersehen haben, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.
Sherlock Holmes trifft Bridgerton. Für Fans von düsterer Spannung, alten Herrenhäusern und starken Heldinnen mit klarem Verstand – Kriminalroman
Ein psychologisches Spiel aus Täuschung und Beklemmung – Gänsehaut-Feeling für Fans von Jane Austen, Charlotte Brontë und Wilkie Collins
1882: Charlotte Jäger ist jung, clever und mittellos. Die gut bezahlte Stelle als Betreuerin eines Adelssprösslings auf dem abgelegenen Gut Valarin kommt ihr da gerade recht. Doch bald schon trübt sich die Idylle. Warum darf Charlotte das Anwesen nicht mehr verlassen? Was verbirgt sich im gesperrten Flügel des Hauses? Und warum erkennt sie sich selbst auf einem alten Foto? Verliert sie in der nebeligen Einsamkeit allmählich den Verstand – oder gehen auf dem Gut Dinge vor sich, die all ihre Vorstellungskraft übersteigen?
Mareike Fallwickls Roman über die Last, die auf den Frauen abgeladen wird, und das Aufbegehren: radikal, wachrüttelnd, empowernd.
Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit.
Helenes beste Freundin Sarah, die Helene ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die älteste Tochter von Helene, sucht nach einer Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.
Drei Frauen: Die eine entzieht sich dem, was das Leben einer Mutter zumutet. Die anderen beiden, die Tochter und die beste Freundin, müssen Wege finden, diese Lücke zu schließen. Ihre Schicksale verweben sich in diesem bewegenden und kämpferischen Roman darüber, was es heißt, in unserer Gesellschaft Frau zu sein.