Ich bin endlich alt genug. Alt genug für bequeme Unterwäsche und für unbequeme Wahrheiten. Ich lache nicht mehr über jeden blöden Witz. Ich weiß, wohin ich nicht gehöre, und bin so frei wie nie. Frei, zu bleiben. Frei, zu gehen. Manchmal wünsche ich mir, ich wäre schon früher so alt und so mutig gewesen wie jetzt.
Aber es hilft ja nichts. Reifen kann man nur mit der Zeit. Auch für dieses Buch musste ich erst alt genug werden: Ich habe mich in innere und äußere Ausnahmezustände begeben, habe eine Menge Mut aufgebracht, bin immer wieder gescheitert, habe mich als Topmodel beworben, mich vom Grab meiner Eltern verabschiedet und bin nachts in New York mir selbst begegnet.
In diesem Buch feiere ich die Kraft der Lebensmitte, das Wunder des Mittagsschläfchens und das kostbare Gefühl, dass wir mit all unseren Ängsten, Ideen, Zweifeln, den schmerzhaften Abschieden und der wuchtigen Gleichzeitigkeit von Licht und Schatten nicht alleine sind.
Alt genug ist ein Buch voller Erkenntnisse und Bekenntnisse. Es ist eine tapfere und ehrliche Begleitung für alle, die jenseits der Lebensmitte unterwegs und noch lange nicht angekommen sind. Quelle: Ildikó von Kürthy | Willkommen
Medizinstudentin Luisa Menkhoff kennt die verschwundene Frau auf dem Flugblatt. Es ist Jahre her, dass sie sie gesehen hat. Aber trotzdem kann sie sich erinnern, als wäre es gestern gewesen. Nicole Klement war die Lebensgefährtin des Mannes, der Luisa als Fünfjährige entführt hat. Und damals ebenfalls in die Sache verwickelt.
Luisa wendet sich umgehend an die Münchner Polizei und trifft auf Hauptkommissar Ramin Brunner, der gerade im Begriff ist, eine neue Cold-Case-Einheit aufzubauen, die alte Fälle mit modernen Mitteln aufklären soll.
Als Luisa ihm die Umstände ihrer Entführung als Kind schildert, ist Ramin verblüfft. Luisa hat ein eidetisches Gedächtnis und erinnert sich an jedes Detail einer einmal erlebten Situation. Und alles, was sie sagt, deutet darauf hin, dass ihr damaliger Entführer – Dr. Joachim Lichner – jetzt Nicole Klement in seiner Gewalt hat.
Luisa wird als externe Beraterin zu dem aktuellen Vermisstenfall hinzugezogen. Bis klar wird, dass sie sich getäuscht haben muss. Denn es gibt Hinweise, dass es Lichner nicht gewesen sein kann. Aber warum fühlt Luisa sich dann beobachtet? Zu spät erkennen sie und Ramin, dass sie etwas Entscheidendes übersehen haben, das allen Beteiligten zum Verhängnis werden könnte.
Sherlock Holmes trifft Bridgerton. Für Fans von düsterer Spannung, alten Herrenhäusern und starken Heldinnen mit klarem Verstand – Kriminalroman
Ein psychologisches Spiel aus Täuschung und Beklemmung – Gänsehaut-Feeling für Fans von Jane Austen, Charlotte Brontë und Wilkie Collins
1882: Charlotte Jäger ist jung, clever und mittellos. Die gut bezahlte Stelle als Betreuerin eines Adelssprösslings auf dem abgelegenen Gut Valarin kommt ihr da gerade recht. Doch bald schon trübt sich die Idylle. Warum darf Charlotte das Anwesen nicht mehr verlassen? Was verbirgt sich im gesperrten Flügel des Hauses? Und warum erkennt sie sich selbst auf einem alten Foto? Verliert sie in der nebeligen Einsamkeit allmählich den Verstand – oder gehen auf dem Gut Dinge vor sich, die all ihre Vorstellungskraft übersteigen?
Mareike Fallwickls Roman über die Last, die auf den Frauen abgeladen wird, und das Aufbegehren: radikal, wachrüttelnd, empowernd.
Helene, Mutter von drei Kindern, steht beim Abendessen auf, geht zum Balkon und stürzt sich ohne ein Wort in den Tod. Die Familie ist im Schockzustand. Plötzlich fehlt ihnen alles, was sie bisher zusammengehalten hat: Liebe, Fürsorge, Sicherheit.
Helenes beste Freundin Sarah, die Helene ihrer Familie wegen zugleich beneidet und bemitleidet hat, wird in den Strudel der Trauer und des Chaos gezogen. Lola, die älteste Tochter von Helene, sucht nach einer Möglichkeit, mit ihren Emotionen fertigzuwerden, und konzentriert sich auf das Gefühl, das am stärksten ist: Wut.
Drei Frauen: Die eine entzieht sich dem, was das Leben einer Mutter zumutet. Die anderen beiden, die Tochter und die beste Freundin, müssen Wege finden, diese Lücke zu schließen. Ihre Schicksale verweben sich in diesem bewegenden und kämpferischen Roman darüber, was es heißt, in unserer Gesellschaft Frau zu sein.
Der dritte Teil der Bestsellerserie »Alle Toten fliegen hoch«: Von einem, der auszog, Schauspieler zu werden – und bei den Großeltern einzieht
Die Kindheit auf dem Gelände einer riesigen Psychiatrie und das Austauschjahr in Amerika liegen hinter ihm, die Schulzeit hat er überstanden, als vor dem Antritt des Zivildienstes das Unerwartete geschieht: Joachim wird auf der Schauspielschule in München angenommen und zieht zu seinen Großeltern in die großbürgerliche Villa in Nymphenburg.
Er wird zum Wanderer zwischen den Welten. Seine Großmutter war selbst Schauspielerin und ist eine schillernde Diva, sein Großvater ist emeritierter Philosophieprofessor, eine strenge und ehrwürdige Erscheinung. Ihre Tage sind durch abenteuerliche Rituale strukturiert, bei denen Alkohol eine wesentliche Rolle spielt. Tagsüber wird Joachim an der Schauspielschule systematisch in seine Einzelteile zerlegt, abends ertränkt er seine Verwirrung auf dem opulenten Sofa in Rotwein und anderen Getränken.
Aus dem Kontrast zwischen großelterlichem Irrsinn und ausbildungsbedingtem Ich-Zerfall entstehen die den Erzähler völlig überfordernden Ereignisse – und gleichzeitig entgeht ihm nicht, dass auch die Großeltern gegen eine große Leere ankämpfen, während er auf der Bühne sein Innerstes nach außen kehren soll und dabei oft grandios versagt.
Joachim Meyerhoff hat seine Kunst, Komik und Tragik miteinander zu verbinden, noch verfeinert. Sein Held nimmt sich und seine Umwelt immer genauer wahr und erkennt überall Risse, Sprünge, Lücken. Ein fulminantes Lesevergnügen!
Rezension
»Voller Witz, genauer Beobachtungen und Selbstironie.« („Wohnen und Leben im Alter“) »Das liest sich so amüsant, wie man es von Meyerhoff kennt.« („Elle“) »Wer Meyerhoffs saukomische Lebensgeschichte noch nicht kennt, greife zu, aber Vorsicht: Suchtgefahr.« („Nordwest-Zeitung“) »Für den jetzt erschienenen Band, in dem es Meyerhoff bravourös gelingt, das Tragische und das Komische in eine schwebende Balance zu bringen, verdient er anhaltenden Applaus.« („Deutschlandfunk“) »Und wenn man das Buch zuklappt, hat der Leser schließlich den Normalzustand der Oma erreicht. Nur dass er dafür keine ihrer Glückspillen braucht.« („merkur.de“) »Hochgradig amüsant und mit bewegendem Tiefgang.« („Deutschlandradio Kultur“) »Möglicherweise das beste von drei insgesamt fantastisch guten Büchern. […] Die Komik ist komischer geworden. Und der Ernst ernster.« („Frankfurter Rundschau“) »Man schließt es [das Buch] dankbar ins Herz.« („mittelhessen.de“) »Einige der am Esstisch oder Couch der Großeltern spielenden Szenen könnten von Loriot stammen. Andere […] hätte man mit Diether Krebs verfilmen können.« („Der Tagesspiegel“) »Wie er [Joachim Meyerhoff] .(…) beschreibt, ist so voller Zärtlichkeit und Zuneigung, ist poetisch und poiniert, spielerisch, bemerkenswert beobachtet und klug verdichtet, ist verrückt und in aller Traurigkeit aber auch immer tröstlich.« („Hamburger Abendblatt“)
„Keep my music alive”, sagte Leonard Cohen einst auf einem seiner letzten Deutschlandkonzerte. Der Autor Holger Jenrich und der Musiker Lutz Debus leisten diesem Aufruf Folge. Die Cohen-Liebhaber entwickelten 2023 das ursprünglich nur zum einmaligen Auftritt geplante, abendfüllende Programm „Hallelujah & Schalom“. Die Resonanz war so überwältigend groß, dass sie mit diesem Programm nun seit Jahren durch Deutschland touren und Abend für Abend Kirchen, Synagogen, Buchhandlungen, Museen und Kulturzentren füllen. Die Musiker schaffen mit dem Publikum eine Verbundenheit, ein hoffnunggebendes Gemeinschaftsgefühl, das ganz in Cohens Sinne wäre. Jenrich und Debus interpretieren seine Klassiker auf ihre eigene Art. Die 13 Songs in dem Programm „Hallelujah & Schalom“ begleiten das Duo schon sehr lange, und so erfährt das Publikum auch viel Persönliches und Geschichten der Musiker um die legendären Songs. In diesem Band lassen sich diese Anekdoten, Erfahrungen und Gedanken nachlesen – und mit großer Sicherheit auch nachfühlen.