Nachdem die Liebe ihres Lebens mit einer anderen Frau verheiratet worden ist, fällt Dorina in ein tiefes Loch. Um dort wieder herauszukommen, beschließt sie, den Camino Frances nach Santiago zu pilgern. Auf der Suche nach Heilung und sich selbst findet sie dort ganz besondere Menschen aus der ganzen Welt, die alle ihre eigenen Gründe haben, so eine Reise auf sich zu nehmen. Eine besondere Verbindung spürt sie zu Vida aus Litauen, mit der sie einen großen Teil des Weges wandert. Und sie lernt Peer kennen, einen Holländer, der sie vom ersten Moment an fasziniert. Bevor sie jedoch weiß, was sie für ihn empfindet, muss er schon wieder weiterziehen. Ein weiteres Mal wird Dorina damit konfrontiert, loszulassen und ihren eigenen Weg zu gehen. Allerdings hält der Camino noch weitere Überraschungen für sie bereit.
Ü𝐛𝐞𝐫 𝐃𝐨𝐫𝐢𝐧𝐚 𝐕𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐬𝐞𝐞 𝐀𝐔𝐓𝐎𝐑𝐈𝐍
Dorina Vondersee ist Geschichtenerzählerin mit einer Leidenschaft für interkulturellen Austausch. Sie wurde 1995 in Norddeutschland an der Ostsee geboren. Nach ihrem Master of Education in Englisch, Latein und DaF an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel unterrichtete sie als enthusiastische Lehrerin schon in Deutschland, England und Tschechien. Abseits ihrer Bildungstätigkeit ist Dorina eine begeisterte Leserin, Schriftstellerin und Yogaliebhaberin, die gerne reist. Einen ganz besonderen Platz in ihrem Herzen hält der Camino de Santiago. Seit 2020 lebt sie mit ihrem Ehemann in Prag und zusammen widmen sie ihre Freizeit dem Weinanbau sowie der Weinherstellung.
Anfang der 1930er Jahre bekommt Emil Martins, 29 Jahre, Mechaniker bei den Flugzeugwerken Dornier in Friedrichshafen, die Chance seines Lebens. Er soll mithelfen, das zu jener Zeit größte Flugzeug der Welt vom Bodensee über den Atlantik nach New York zu bringen.
Aus dem einfachen Überführungsflug der Do X in die USA wird ein neunmonatiges Abenteuer.
Über Afrika und die Kap Verden erreicht die Maschine die Zwischenstation Rio de Janeiro. Herausgerissen aus der Provinzialität seiner Heimatstadt verändern die Erlebnisse der Reise seinen Blick auf die Welt. Als er im deutschen Club eine schwarze Kellnerin kennenlernt, beginnt seine Zukunft auf einen Wendepunkt zuzutreiben.
Die triumphale Ankunft in den USA nur Wochen später gerät zu einem Schock.
Roman nach wahren Begebenheiten
Details zur Lesung am 10.6.2024, 15:30 Uhr in Massen hier:
Gelegenheiten, unser Leben neu zu gestalten, gibt es jeden Tag. Doch meistens fehlt uns dafür der Mut.
Karlas Leben scheint perfekt: Penthousewohnung in Berlin, langjährige Beziehung, Karriere, Reisen, gesellschaftliches Ansehen. Doch all das fühlt sich für Karla schon lange nicht mehr richtig an. Sie verlässt deshalb ihr Leben in Berlin und will endlich ihren Traum angehen: Schriftstellerin werden. Sie zieht es in die Provence, um dort einen Roman zu schreiben. Seit Jahren schon hat sie ihn als Idee in der Schublade liegen. Doch ein altes Leben verlassen und ein neues beginnen, ist schwieriger, als sie ahnt. Hin- und hergerissen zwischen Mut, Zweifeln und den eigenen Träumen versucht sie, die zu werden, die sie einmal sein wollte.
Koffer und tausend Reichsmark pro Person. Mehr bleibt den Bergers nicht, als sie 1938 aus Wien fliehen. Zurück lassen sie ihre Zwölf-Zimmer-Wohnung in der Beletage eines herrschaftlichen Hauses mit Hof, in dessen Mitte eine Kastanie steht. Ebenso Professor Bergers hart erarbeitete Stelle als Universitätsdekan. Ihre Freunde, Heimat und Kultur. Was sie nicht wissen: Auch ihre Tochter Ruth ist noch in Österreich, die Einreise nach England mit dem Studentenvisum wurde ihr an der Grenze verwehrt. Der britische Professor Quinton Somerville, ein Freund ihres Vaters, findet Ruth mutterseelenallein in den leeren Wohnräumen, wo sie wieder und wieder auf dem Klavier dieselbe Phrase spielt. Er sieht nur eine Möglichkeit, Ruth zu retten: Sie müssen heiraten. Der Plan glückt, doch in London angekommen, verzögert sich die Auflösung der Scheinehe immer wieder. Während Ruth versucht, sich in der neuen Heimat zurechtzufinden, und sehnsüchtig auf die Ankunft des Pianistenwunderkinds Heini wartet, den sie seit jeher liebt, lernen Quinton und sie sich näher kennen. Und ganz langsam fangen sie an, sich mit anderen Augen zu sehen.
Ein wunderbares Buch aus dem Kopfreisen Verlag, dem Verlag des Monats April
𝑰𝒄𝒉 𝒎𝒂𝒈 𝒅𝒊𝒄𝒉. 𝑮𝒆𝒉𝒔𝒕 𝒅𝒖 𝒎𝒊𝒕 𝒎𝒊𝒓 𝒆𝒊𝒏 𝑬𝒊𝒔 𝒆𝒔𝒔𝒆𝒏?
Was bei Jonathan und Emma als Kindheitsfreundschaft auf Borkum begann, entwickelt sich über 21 Jahre zu einer tiefen Verbundenheit. Getrennt durch Studium und verschiedene Lebenswege nehmen sie ihr Ritual aus Kindheitstagen wieder auf und schreiben sich Briefe. Während Jonathans Leben geordnet verläuft, fühlt Emma sich in ihrem vermeintlichen Traumjob als Journalistin immer unglücklicher. Bis das Schicksal eingreift.
Jonathan, von Krebs betroffen, kämpft im Ruhrgebiet um sein Leben. Emmas Rückkehr bringt Licht in seine dunkelsten Stunden, während sie um ihre Zukunft ringt. Als Emma schließlich nach Borkum zurückkehrt, um Jonathans Lieblingsorte zu besuchen, entdeckt sie etwas tief in sich Verborgenes, das sie eigentlich schon immer wusste.
»Zwischen den Zeilen passiert das Leben« ist mehr als nur eine Geschichte über Liebe und Verlust. Es ist ein bewegendes Plädoyer für die Suche nach sich selbst, den Mut zum Neuanfang und die Erkenntnis, dass das Leben oft dort geschieht, wo wir es am wenigsten erwarten.
Was die Heinzelmännkes auf Abenteuer im Ruhrgebiet erleben, ist einerseits aufmunternd und erfrischend, andererseits auch ein wenig tragisch. Denn welcher Auswärtige würde sich in den verzwickten Eigenheiten der Region bewegen können, ohne Fehler zu machen? – Nicht einer. Und genauso ergeht es den Heinze.
Sie lassen das Wasser des Baldeneysees ab, ohne ahnen zu können, dass sie damit dem Essener Süden voll in die Hände spielen, der nichts lieber hätte, als dass „die aus dem Norden“ keinen Grund mehr hätten, bei ihnen einzufallen.
Weiter haben sie:
– die Gesamtschule Wanne-Eickel von Drogenhändlern befreit:
– Oberhausen entschuldet;
– in Witten den Hundekot entfernt;
– in Gelsenkirchen für die Ansiedlung von Elon Musk gesorgt;
– Bottrop demokratisiert;
– Duisburg die David-Skulptur vors Rathaus gesetzt;
Nach einem harten Winter erwacht Three Pines zu neuem Leben. Während die Dorfbewohner Vorbereitungen für einen ganz besonderen Gedenktag treffen, machen sich Chief Inspector Armand Gamache und Jean-Guy Beauvoir zunehmend Sorgen: Ein junger Mann und seine Schwester sind nach Three Pines zurückgekehrt. Als die Ermittler sie kennengelernt haben, waren Fiona und Samuel noch Kinder. Ihre Mutter war ermordet worden, an einem trostlosen Novembermorgen am Ufer eines gottverlassenen Sees. Es war der erste gemeinsame Fall der Ermittler. Was wollen die Geschwister Jahre später in Three Pines? Während Gamache versucht, Antworten zu finden, wird der 160 Jahre alte Brief eines Steinmetzes entdeckt. Darin beschreibt der Mann, wie ihn die Angst überkam, als er im Dorf eine Dachkammer zumauerte. Die Bewohner von Three Pines finden den Raum und beschließen, ihn zu öffnen. Gamache merkt bald, dass mehr darin steckt, als man auf den ersten Blick sieht. Durch die Enthüllung betritt ein alter Feind ihre Welt und bedroht, was Gamache am meisten bedeutet: sein Zuhause.
Es zeigt, wie wir im Ruhrgebiet uns selbst einschätzen und wie Menschen von außerhalb es tun. Ein spannendes Thema.
Wer sind die Mitwirkenden?
Alle haben Erfahrungen mit dem Ruhrgebiet gemacht; eingeboren, zugezogen oder als Gast. Einige haben das Schreiben oder das Illustrieren als Beruf gewählt; einige haben wir angesprochen, weil sie eine ganz besondere
Beziehung zum Ruhrgebiet und zu seinen Menschen haben.
Welche Ziele hat dieses Buch?
Ein kunterbuntes Spektrum von Sichtweisen zu präsentieren; zu informieren, zu amüsieren und zu provozieren. Also ein leckeres Lesevergnügen zu bereiten.
Haben wir etwas vergessen?
Ja! Darauf hinzuweisen, dass alles in diesem Buch, gezeichnet und getextet, eine Liebeserklärung mit Ecken und Kanten is
ZUR AUTORIN Şehnaz Dost hat Germanistik, Komparatistik und Medienkulturanalyse studiert. 2019 belegte sie den ersten Platz beim Förderpreis der Kölner Literaturtage, 2020 war sie Stipendiatin der Autor*innenwerkstatt Prosa im Literarischen Colloquium Berlin. Ihre Prosa ist in den Zeitschriften Literarische Diverse und Yallah Salon sowie im Podcast Let’s call it a Comeback erschienen. ruh ist ihr erster Roman. Aus dem Buch »Meine Urgroßmutter war eine Gelehrte. Sie konnte nicht lesen, aber sie war eine Gelehrte. Sie sagte immer, man darf nicht die Sterne zählen. Sie starb eine Woche bevor ich auf die Welt kam.« »Er zündet sich noch eine Zigarette an und spürt, wie tief die Scham sitzt. Eine Übelkeit in seinem Magen wie damals, als Nurcihan dem Kippenbaum auf die Schliche kam. Wie damals, als er mit einem halb fertig gestochenen Tattoo nach Hause kam, Gül es mit einem neutralen ›sieht schön aus‹ zur Kenntnis nahm, ihm einen maximal flüchtigen Kuss auf die Wange gab und zum Schlafengehen in Ekins Zimmer verschwand, ihn im Flur zurückließ. Wie damals, als im Dorf Selkans Hochzeit gefeiert wurde und er sich für seine abla hätte freuen sollen, es aber nicht tat, weil sie weggehen würde. Wie damals, als der Spittel ihn eines aggressiven Gemüts und weiterer rassistisch besetzter Attribute beschuldigte, obwohl die Wahrheit groß wie ein Berg mit ihnen im Raum saß. Groß wie ein Berg, aber eben auch genauso stumm. Sprachlos, wortlos fütterte die Scham sich selbst.«
Simon, Mitte vierzig, führt ein ruhiges Leben. Wie bereits sein Vater und Großvater ist er Friseur. Er möchte nicht unbedingt zu viele Kunden, und wenn er mal einen Espresso braucht, dann geht er rasch in seine Wohnung über dem Salon. Zwei Poster von Schwimmern an der Wand erinnern an seine Jugendhelden, und dreimal die Woche zieht er selbst Bahnen – Simon mag seinen unaufgeregten Alltag und wenn er zwischendurch eine Strähne Einsamkeit an sich entdeckt, dann stört ihn das nicht weiter.
Als einer der Stammkunden, ein Schriftsteller, sich für die Geschichte seines Vaters interessiert, wird auch Simon neugierig. Er hatte den Vater nie kennengelernt, weil dieser, wie es hieß, 1977 bei einem Flugzeugunglück auf Teneriffa ums Leben gekommen war. Aber warum weiß Simon eigentlich so wenig darüber? Und noch etwas anderes treibt ihn um: Als Simon seiner Mutter beim Schwimmunterricht für Jugendliche hilft, lernt er den stummen Igor kennen – und verliebt sich in ihn.
In überraschenden Wendungen erzählt Bakker von einem Mann, dessen Leben wider seinen Willen Fahrt aufnimmt. Der Sohn des Friseurs ist ein berührender Roman über Sehnsucht, das Bedürfnis nach Nähe und die Notwendigkeit, die Grenzen des Bekannten zu durchbrechen.