Wir – die Ruhrpott Blagen – prügelten uns um die Hinterkeule eines Karnickels, wir pöhlten mit allem, was rund war, gründeten ohne Instrumente eine Band, wurden Blutsbrüder am Stacheldraht. Ich wurde zum Helden der schwanzlosen Krähe und Primeln verdarben mir die Lust am Beten. Tante Luzzie konnte Katzen zeichnen, ich zeichnete lieber Pferde. Königsberger Klopse mit Kapern sind mir ein Graus, die Rote Beete sowieso.
Diese Geschichten aus meiner Kindheit zwischen Köttelbecke und Halde können die Welt nicht verbessern, lassen aber tief in die Stollen menschlichen Theaters in einer Zechensiedlung blicken.
Günter Rückert verbringt seine Endlichkeit in Dortmund, malt und zeichnet sich durch die Tragikomik des Alltags und arbeitet als Autor für zahlreiche Kabarett- und Kleinkunstprojekte.
„Rückert spottet, aber höhnt nicht. (Selbst)-Ironie und Humor bewahren vor Bitterkeit. Der Mensch ist weder schön noch gut. Darüber kann man weinen, lachen scheint der heilsamere Weg.“ (WAZ)
Geschichte des adligen Rittergeschlechts von Romberg und Haus Massen
Das neu erschienene Buch von Hartmut Hegeler beleuchtet auf 298 Seiten die Geschichte von Haus Massen und der adeligen Familie von Romberg von den Anfängen bis zum Beginn des 21. Jahrhunderts. Erstmals liegt hiermit eine umfassende Gesamtdarstellung der Geschichte des Rittersitzes dieser evangelischen Adeligen und ihrer Familien vor. Diese wird eingebettet in die Zeitgeschichte der Stadt Unna und der Historie der Grafschaft Mark. Diese Aristokraten gehörten zu den wohlhabendsten Familien in Westfalen, verkehrten mit den einflussreichen Personen ihrer Zeit und vermehrten durch geschickte Heiratspolitik Einfluss und Besitz. Doch sie waren auch von den Schattenseiten des Schicksals betroffen, von Krieg, Bankrott, Wahnsinn und Mord.
Viele Grabsteine in der Stadtkirche zeugen von ihrem Einsatz. Als der Kirchturm des evangelischen Gotteshauses in Unna am 4. Juni 1559 während des Nachmittagsgottesdienstes durch einen Blitzschlag entzündet wurde, ließ ihn die Freifrau Grude von Haus, Witwe von Bernd von Romberg, auf ihre Kosten wieder aufbauen. Seit der Zeit besaß die Familie von Romberg ein besonderes Läuterecht in der Kirche zu Unna. Zwei Kirchenbänke mit je vier Sitzen gehörten dem Rittergut Massen und standen noch zu Beginn des 19. Jahrhunderts in der Stadtkirche.
Die Geschichte des Hauses Massen reicht weit über lokale Heimatgeschichte hinaus. Der berühmte Pfarrer Philipp Nicolai beschrieb in einem bis dato unbekannten Brief vom 14. April 1586 in bewegenden Worten die Rettung der Evangelischen in der Schlacht von Schwelm durch den „Romberger“ von Haus Massen.
Eingebettet in die Zeitgeschichte der Stadt Unna zeigt das Buch Urkunden, Akten und erschütternde Quellen, die neues Licht auf das Schicksal von dem Rittersitz Haus Massen werfen. Die Historie der Adelsfamilie wird angereichert durch umfangreiches Bildmaterial (u.a. Abbildungen, Wappen, historische Karten) sowie genealogische Quellen. Ein Index mit 4430 Einträgen erschließt die Namen von Personen und Orten.
Hartmut Hegeler, Pfr.i.R., hat zahlreiche historische Arbeiten zur Geschichte der Frühen Neuzeit und zur Lokalgeschichte veröffentlicht.
Unsere Geschichte spielt im Jahre 11 vor Christus. Der Römische Feldherr Nero Claudius Drusus befindet sich auf einem Feldzug durch Germanien. Hierbei lässt er auch ein strategisch günstig gelegenes Lager am Südtor in Bergkamen-Oberaden errichten. Unterstützt wird er dabei von seinem treuen Tribun Gaius Iunius Mellius.
Während dieser an der Seite seines Herrn und dessen Legionen steht, schmeißt seine Frau Drusilla die Bauten und Vorgänge im Lager. Ganz schön viel Verantwortung, die sie da trägt. Wenn da nur nicht diese ständige Morgenübelkeit wäre …
Zum Glück kann sich Drusilla auf ihre Sklavin und Freundin Gama verlassen. Sie ist klug, fleißig und hat ein Herz aus Gold. Der Adjutant von Gaius, kurz Drusus genannt, behauptet sogar, Gama sei die schönste Frau im ganzen Römischen Imperium!
Björn Volland zeichnet in diesem Band ein authentisches Bild vom Leben im Römerlager Bergkamen-Oberaden zur Zeit der Eroberung Germaniens. Dabei beleuchtet er vor allem die Rolle der starken Frauen hinter den römischen Feldherren. Ohne die ginge nämlich gar nichts im Römischen Reich voran!
„Rasante Schnitte. Knackige Dialoge. Kopfkino pur!“ Klaus-Peter Wolf
WEM KANNST DU NOCH VERTRAUEN, WENN DEIN GEGNER ÜBERMÄCHTIG IST?
Ein Mafia-Boss mit einem perfiden Plan. Korruption bis in höchste Kreise. Eine Diebin, ein Journalist und ein Ex-Staatsanwalt auf verlorenem Posten.
Alle wussten, dass der alte Mann existierte. Niemand wusste, wer er wirklich war. Und ihr hatte er sein Gesicht gezeigt. Das – so wurde ihr klar – war das Todesurteil.
Ex-Staatsanwalt Andreas Starck versucht noch immer, seine Unschuld zu beweisen, nachdem er vor fünf Jahren einem Komplott zum Opfer fiel und ins Gefängnis musste. Mithilfe des Investigativ-Journalisten Tom Finder, der schon seit längerer Zeit versucht die versteckten Konten der Reichen und Mächtigen aufzudecken, erkennt er die Verbindungen bis in die höchsten Stellen der Justiz.
Um seinen Namen reinzuwaschen, muss Starck die wahre Identität Onkel Pablos aufdecken, einem der mächtigsten Mafiabosse Europas. Dessen Einfluss ist jedoch viel weitreichender, als Starck sich je hätte vorstellen können. Hilfe erhält er unverhofft von der Diebin Vanessa Conrad. Doch kann er ihr wirklich vertrauen?
Als sie in Pablos Fänge geraten, müssen sie sich unter Lebensgefahr ihrer Vergangenheit und ihren verdrängten Traumata stellen. Kann Starck sich rehabilitieren und seiner Tochter einen Schritt näherkommen?
Korruption, kriminelle Vereinigungen und alte Familiengeheimnisse. Eine spannende Jagd durch Europa!
Das packende zweite Buch der neuen Thriller-Reihe „STARCK – Staatsanwalt im Schatten“.
»Zutiefst menschlich, ohne Pathos und spannend wie ein Krimi. Absolut empfehlenswert.« DIE ZEIT
Zeitgeschichte trifft auf die verwobenen Schicksalsfäden dreier Frauen:
Basierend auf wahren Begebenheiten erzählt Bestseller-Autorin Mechtild Borrmann in ihrem großen zeitgeschichtlichen Roman »Lebensbande« die Lebensgeschichten dreier Frauen, deren Schicksale sich zwischen dem 2. Weltkrieg und dem Fall der Berliner Mauer kreuzen.
Vom Zweiten Weltkrieg bis zum Mauerfall verbinden die Fäden des Schicksals Lene, Nora und Lieselotte: Obwohl sie sich in einer Zeit der Angst und des Terrors als Fremde begegnen, werden sie zu Freundinnen, die einander Halt geben und große Risiken auf sich nehmen. Krankenschwester Nora tut alles, um Lene zu helfen, das Leben ihres kleinen Sohnes Leo zu retten. Denn wegen eines leichten Handicaps gilt Leo als »Reichsausschusskind«. 1942 lernt Nora Lieselotte in Danzig kennen. Drei Jahre später werden die Frauen in einen Gulag der Sowjetunion verschleppt – als Teil der 900.000 Arbeitskräfte, die Stalin unter anderem im Rahmen der Reparationszahlungen zugesichert worden waren. Als Adenauer 1949 beginnt, diese Deutschen zurückzukaufen, gibt Lieselotte alles auf, was sie noch hat, um Nora die Rückkehr in die Heimat zu ermöglichen. Viele Jahre später, kurz nach dem Mauerfall, erhält diese einen verstörenden Brief, der sie schlagartig in die Vergangenheit zurückkatapultiert …
Zeitgeschichte, inspiriert von wahren Ereignissen und Schicksalen und so spannend erzählt wie ein Kriminalroman
Mechtild Borrmann versteht es meisterlich, zutiefst menschliche Geschichten ohne Pathos zu erzählen. Auch in »Lebensbande« lässt die Bestseller-Autorin auf zwei Zeitebenen große Spannung entstehen. Erschütternd und trotzdem voller Hoffnung zeigt sie, wie eng große Tragik und zartes Glück beieinander liegen können.
Entdecken Sie auch Mechtild Borrmanns andere zeitgeschichtliche Spannungsromane:
Der Geiger (Russland nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs und Deutschland 2008)
Die andere Hälfte der Hoffnung (Tschernobyl 1986 bis 2010 und Deutschland 2010)
Trümmerkind (Hamburg nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1992)
Grenzgänger (Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg bis 1970)
Feldpost (Kassel, ab 1935, während des 2. Weltkriegs und 2000)
Rezension
»Haltung ist ein zentraler Begriff in „Lebensbande“. Der Roman ist, wie zahlreiche Vorgänger, eine packende Geschichtsstunde. Einfühlsam, ohne dabei kitschig-klischeehaft abzudriften und vor allem spannender als mancher Thriller.« („booknerds.de“) »Der Roman ist ein spannendes Zeitgemälde, die Erzählung über drei Frauen, die ihr Schicksal in die eigenen Hände nehmen, eine besondere Liebesgeschichte über Grenzen hinweg, eine Beschreibung der Lebensumstände, des politischen Drucks bis in die Familien hinein.« („Neue Westfälische“)
Ein kleines Dorf in Bayern, Ende der 1950er Jahre: Ein Kind kommt zur Welt aus einer Verbindung, die hier niemand für möglich gehalten hätte. Die Mutter ist Schlesierin und gehört zu den „Heimatvertriebenen“, die sich ein Jahrzehnt zuvor im Ort niedergelassen haben. Der Vater ist ein Medizinstudent aus Syrien, der ins Dorf kommt, um am Goethe-Institut Deutsch zu lernen. Zum Zeitpunkt des Kennenlernens hatten sie keine gemeinsame Sprache, und ihr gegenseitiges Sprechen blieb ein Leben lang brüchig. So wächst das Kind in einer Atmosphäre des Schweigens auf, sucht nach einem Schlupfwinkel für die eigene Existenz und findet ihn in der Literatur.
Schlupfwinkel beschreibt den Werdegang eines Autors, der zwar zu einer eigenen Sprache findet und damit Erfolge feiert, doch im Leben ein Verlorener bleibt. Es ist gleichzeitig ein Versuch, die Geschichte der Eltern aus der Distanz heraus zu verstehen und den Momenten nachzuspüren, wo sie vielleicht eine Chance gehabt hätten, eine ausgeglichene Familie zu werden. Und schließlich ist es eine Geschichte von Flucht und möglichem Ankommen, die sich in den „Wirtschaftswunderjahren“ abgespielt hat, aber bis heute nachhallt.
Mascha Kalékos Verse sind bekannt für ihren Wortwitz und ihren Charme. In ›Feine Pflänzchen‹, bisher als Einzelband nur einmal 1976 in einer limitierten handgesetzten Ausgabe erschienen, besingt sie in gewohnter Manier und mit kreativen Wortschöpfungen allerlei Gewächse, nicht nur botanische.
Geschenkbuch mit Illustrationen der Künstlerin Eva Schöffmann-Davidov.
Rezension
Kaléko-Liebhaber haben mit ›Feine Pflänzchen‹ nicht nur ein weiteres Werk der großartigen Literatin in der Hand – es ist auch noch ein besonders sanftes, anschmiegsames, zugängliches, handliches Buch. („sandammeer.at“) Voll Wortwitz und Charme sind die Verse von Mascha Kaléko, die zu den bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerinnen des 20. Jahrhunderts zählt. („Granatapfel – Magazin der Barmherzigen Brüder, April 2017“)
Über die Verbundenheit zu einer Insel, die alles überdauert: von Fatih Akin verfilmt mit Diane Kruger, Matthias Schweighöfer, Detlev Buck und Lisa Hagmeister
Zwischen Heidekrautfeldern und dem endlosen Watt ist Nanning zu Hause: Amrum, die Nordseeinsel ist alles, was er kennt. Gemeinsam mit seinem besten Freund trotzt er der kargen Natur ab, was er kann, um während des Krieges für seine Familie zu sorgen. Sie jagen Kaninchen, treten Schollen und tauschen ihre Beute gegen das Notwendigste. Wenn es hart auf hart kommt, hält die Gemeinschaft zusammen, doch Nanning spürt das Misstrauen ihm und seiner regimetreuen Familie gegenüber. Mit dem Tod Hitlers brechen neue Zeiten an, und für Nanning wird sich alles ändern. Amrum erzählt voll wilder Schönheit davon, was Herkunft bedeutet – und wie man lernt, den eigenen Weg zu gehen. Der Roman ist ein poetisches Zeitzeugnis, in dessen Kern eine zutiefst menschliche Geschichte steht.
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»Ob als Filmemacher, Gesprächspartner oder Literat: Hark Bohm ist stets ein wahrhaft generöser Geschichtenerzähler.« Fatih Akin
Erst vor wenigen Wochen haben Chief Inspector Armand Gamache und sein Team von der Sûreté du Québec einen Terroranschlag in Montréal vereitelt, Tausende Leben gerettet und den Drahtzieher festgenommen. Einen Mann, den sie den schwarzen Wolf nennen. Doch die Erleichterung währt nur kurz. Gamache quält der Gedanke, dass der geplante Anschlag nur die Ankündigung für etwas viel Schlimmeres gewesen sein könnte. Offiziell sind die Ermittlungen eingestellt, und der Chief Inspector erholt sich von seinen Verletzungen. Undercover stellt er weitere Nachforschungen an, natürlich von Three Pines aus, seinem Zufluchtsort, seinem Zuhause. Während die Blätter von den Bäumen fallen und die Dorfgemeinschaft Holz für den bevorstehenden Winter hackt, brütet er über den wenigen Beweismitteln: zwei Notizbüchern und der Karte eines Sees mit rätselhaften Symbolen. An Gamaches Seite seine engsten Verbündeten – die wenigen, denen er in der Sûreté noch trauen kann.
Pressestimmen
»Louise Penny gilt als Königin des kanadischen Krimis und hat mit ihrer Inspector-Gamache-Serie eine der beliebtesten Krimi-Reihen der Welt geschaffen […] Die Geschichte vom grauen und schwarzen Wolf – eine Allegorie über Gut und Böse in uns allen – verleiht diesem Krimi eine besondere philosophische Tiefe.« Sven Trautwein / Frankfurter Rundschau
Koller ist nicht nur ein Name, sondern auch ein Zustand. Und der wird fast zum Dauerzustand, als Chris und Koller aufeinanderprallen: Koller will immer mit dem Kopf durch die Wand und denkt sowieso, alles sei ganz einfach. Chris denkt zu viel nach und spricht zu wenig aus. Chris weiß noch nicht einmal, wie Koller mit richtigem Namen heißt, da sitzen sie schon nebeneinander in einem klapprigen Polo II und fahren los. Was ein Kurztrip an die Ostsee werden soll, wächst sich zu einem Roadtrip aus, der sich gewaschen hat: über Ludwigsburg, das überflutete Ahrtal, das sagenumwobene Hannahhausen, den Acker eines blutrünstigen Treckerfahrers – bis die beiden schließlich das Kaff am Meer erreichen, das Kollers Refugium ist, und wo das Vorhaben, einen Fischteich neu anzulegen, gleichermaßen Scheitern und Erlösung verspricht. Koller ist keine Liebesgeschichte, aber eine Geschichte über Liebe. Über die Suche nach Zugehörigkeit, Freiheit und Selbstbestimmung. Rasant und mit entwaffnender Direktheit erzählt Annika Büsing von Menschen, die herausfinden müssen, was sie wirklich vom Leben wollen und warum sie den Erwartungen anderer entkommen müssen, um es zu erreichen.