Lehm an den Schuhen, Schweigen im Blut – ein Generationenroman über die Last der Herkunft und die Kraft, sich davon zu lösen.
Westfalen, ein Hof, der seit Generationen vererbt wird, und eine junge Frau, die sich aus dem Lehm ihrer Herkunft lösen muss. Marie soll den Familienbesitz übernehmen, Agrarwissenschaften studieren, den Erwartungen ihres Vaters gehorchen. Doch nach dem Tod ihrer Mutter spürt sie, dass ein anderes Leben in ihr wartet.
Monika von Bothmers Familienroman erzählt von transgenerationalen Traumata, die sich tief in das Holz einer westfälischen Bauernfamilie eingeschrieben haben. Vom Kaiserreich über den Nationalsozialismus bis in die 70er Jahre Deutschlands reichen die Zeitebenen, in denen Schuld, Schweigen und Pflichterfüllung das Schicksal der Frauen bestimmen. Zwischen der Sehnsucht nach Freiheit und dem Gewicht der Vergangenheit ringt Marie um Selbstfindung, Liebe und Identität. Ein Entwicklungsroman über Vergangenheitsbewältigung, weibliche Selbstbestimmung und die Frage, ob wir unsere Geschichte überwinden können, ohne sie zu verleugnen. Ein Roman über Schuld, Freiheit und die Kraft des Verstehens – für Leserinnen und Leser, die psychologisch dichte Familiengeschichten mit historischer Tiefe lieben.
Klappentext„Erst viel später hatte sie begriffen, dass der ungebrochene Wille das Kostbarste ist, was der Mensch besitzt.“
„Lehm an meinen Schuhen“ erzählt von knorrigen, schweigsamen Gestalten, von Pflicht und Gehorsam, infrage gestellten Gewissheiten, Aufbegehren und Aufbruch. Es ist eine Geschichte von Versagen und Schuld, Freundschaft, Liebe und Vergebung.
Marie, eine junge Frau in den Siebzigerjahren des letzten Jahrhunderts, versucht, der festgefügten Welt eines bäuerlich geprägten Dorfes zu entfliehen.
Als Studentin erlebt sie die Kämpfe um die Emanzipation der Frau und den Beginn der ökologischen Bewegung. Sie verliebt sich in zwei Männer und muss sich entscheiden. Gleichzeitig beschreibt „Lehm an meinen Schuhen“ aber auch die Geschichte der politischen und sozialen Entwicklung eines Dorfes und die einer Familie über drei Generationen vor dem Hintergrund der Bauernbefreiung, der dunklen Jahre des Nationalsozialismus und der Nachkriegsjahre bis in die Gegenwart.
